Frankreich verlangt Mindestlohn in Deutschland

Frankreich verlangt Mindestlohn in Deutschland. Wie cool ist das denn??? Selbst den Franzosen fällt auf, dass unsere Versager seit Jahren keinen Mindestlohn zustande bringen!!! Schämt euch, ihr Totalversager in Berlin!!!!

4 thoughts on “Frankreich verlangt Mindestlohn in Deutschland

  1. Wie wäre es dann mit einem Mindestgewinn für die Unternehmer? Oder ist Rationalität hier nicht gefragt.

    1. xenix

      Das ist wieder einmal typisch… bezahlt eure Mitarbeiter einfach ordentlich, dann werden sie auch für Umsatz sorgen.

    2. Rational wäre es doch wohl, wenn Vollzeit Erwerbstätige von ihrem Einkommen leben könnten, anstatt auf Zuschüsse angewiesen zu sein. Und ein “Mindestgewinn” gehört in dem Bereich des unternehmerischen Risikos und hat nichts mit einer gerechteren Entlohnung zu tun. Oder anders ausgedrückt: Wenn satte Gewinne eingefahren werden, werden diese zu gleichen Teilen an die Beschäftigten weitergegeben?

  2. Hallo! Und Danke für Ihre (zu erwartende) Antwort.
    Man könnte Ihrer sophistischen Logik hinterherrennen und kontern: o.k., wenn dann wiederum die Arbeitnehmer bereit sind mögliche Verluste mitzutragen! Das würde das Niveau des Diskurses senken und VEBs wollen wir sicher beide nicht, nein?

    Sie haben keine Ahnung von den “unternehmerischen Risiken”:
    Von der Würstchenbude bis zur Produktion ist der Staat schon von Anfang an (nicht stiller, sondern lautstarker) Teilhaber: Gesetze, Regularien, Genehmigungen, Vorschriften und Auflagen. Für einen Blumenladen sollte man erst ein paar Semester Jura, Steuer- und Firmenrecht belegen. Jahre von Erfahrungen, Wissen, Recherchen, kreative Arbeit und eigene ungeschützte Ersparnisse und Kredite fließen alle in einen festen, unwiderruflichen Standort und Entscheidungen. Dann bekommt man z.B. eine Sekretärin, die (rechtskräftig!) auf dem Einstellungs-Bogen lügen darf und im ersten Monat schwanger ist. Außerdem kenne ich keinen Unternehmer, der seinen „unsittlichen“ Profit nicht auch wieder in Expansion investiert; aus reiner Geldgier, natürlich!
    Wenn „Risiko“ so einen geringen Stellenwert einnimmt, warum sind 90% der Ich-AGs gescheitert, mit Verlust des eigenen Einsatzes plus den Geldern der Steuerzahler?
    Von wie vielen der wöchentlichen Millionen-Gewinnern von Lotto oder irgendwelchen Gewinnspielen haben Sie gehört, dass auch nur einer eine erfolgreiche Firma gründete und Arbeitsplätze schuf?
    80 % der BRD Wirtschaft wird von Klein- und Mittelständischen Unternehmern getragen. Wenn für Sie also jeder Firmenchef der Karikatur eines fetten, glatzköpfigen in Nadelstreifen-gekleideten, Zigarren-kauenden, Wurst-befingerten, Geld-geilen Widerlings entspricht, haben wir keine Diskussion.

    Gegen Mindestlohn sprechen moralische und praktische Gründe. Beispiele:
    Wer darf „Herr der Werte“ sein? Sie? die Wagenknecht?, ein Tribunal aus wütenden Lohnsklaven? Wer maßt sich an, über unsere Bedürfnisse zu entscheiden? Wer definiert „Minimum-Standards“ und was ich angeblich „brauche“? Benötigen wir dann noch Betriebsräte, Gewerkschaften, Streikrecht, usw.? Wollen Sie die Gesellschaft in zwei Teile trennen, in Lohngeber und Lohnempfänger – ist das Ihre Ethik? Oder eben nach dem Motto der altruistischen Gleichmacher weitermachen, bis wir eine einzige karamelfarbige Masse gleichgeschlechtlicher, selbstbestäubender Einheitsbürger sind?
    Denken Sie an die stetig erforderlichen Angleichungen: Saisonunterschiede, Zinsraten, Rohstoffpreise, Konsumer-Trends, Technologien, Preisfluktuationen, Auswirkungen anderer Sozialgesetze, usw. wer soll das gerecht verwalten. Eine neue Behörde in Brüssel mit 10.000 weiteren Bürokraten?

    Die echten Probleme liegen eben in den schon unzähligen staatlichen Eingriffen, welche die Märkte total aus dem Gleichgewicht brachten und zur Unkenntlichkeit verzerrten. Wir brauchen gesunde Angebot-Nachfrage Mechanismen (Saysches Theorem). Unsinnige Einwanderungs- und Sozialpolitik erhöhten Schwarzarbeit und Lohnunterschneidungen. Irrationale einseitige Subventionen saugen fehlgeleitete Investitionen auf, u.s.w.
    Jeder Unternehmer war irgendwann mal in seiner Karriere auch Angestellter – aber die wenigsten Arbeiter waren in den Schuhen eines Firmengründers. Ich möchte auch, dass jeder so viel als möglich verdient. Aber nicht, dass der Staat die Bedürfnisse der Menschen verschreibt und danach umverteilt. Das ist unmoralisch und dumm.
    Vielleicht interessiert Sie dieser Link: http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/03/09/mindestlohn-sozialer-killer/
    Nette Grüße

    @Xenix:
    Polemik und Ideologie sind schlechter Ersatz für Syllogismen.
    Definieren Sie bitte „ordentlich“. (Ein Dach über dem Kopf und täglich 6000 Kalorien – oder iPhone und einmal Jährlich Mallorca…?) Sicher gibt es dazu 80 Mil. Meinungen.

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