Tor-Netzwerk garantiert Anonymisierung

Am Tor-Netzwerk knabbern sich die Geheimdienste nach wie vor die Zähne aus. Bisher ist es weder der NSA noch dem britischen GCHQ gelungen, das Anonymisierungsnetzwerk so weit zu infiltrieren, so dass die Anonymität seiner Nutzer nicht mehr gewährleistet wäre. Klar, sie versuchen es, in dem sie Tor-Nodes betreiben und Browser-Sicherheitslücken ausnutzen. Ihr derzeit bekanntester Versuch ist die Malware “Magneto”, die das Surfverhalten des Opfers protokollierte und an ein mit dem FBI kooperierendes Unternehmen übermittelte. Die Malware “Magneto” infiltrierte jedoch nur Windows, Linux war davon nicht betroffen. Genau das ist auch das Problem. Für Windows gibt es einige bekannte wie auch unbekannte Exploits, die die Geheimdienste einsetzen können. Zudem können wir davon ausgehen, dass es zwischen den Softwarekonzernen und den Geheimdiensten geheime Kooperationsverträge gibt, die einen indirekten Zugriff erlauben.

Das eigentliche Problem ist auch nicht das Tor-Netzwerk, sondern ihre Benutzer und die Software, die sie auf ihren Kisten einsetzen. Wer auf Windows setzt, kann seine Anonymität weitgehend vergessen. Und wer mal mit und mal ohne Tor-Netzwerk unterwegs ist, ist auch aufgeflogen. Anonymität gibt es nur, wer konsequent auf Tor setzt und zudem einen anonymen Mail-Account nutzt. Wer seinen Account beim eigenen Zugangsprovider eingerichtet hat, der kann nicht auf Anonymität hoffen.