Mailverkehr des EU-Parlaments läuft im Klartext

Der Mailverkehr des EU-Parlaments läuft im Klartext über die British Telecom. Die NSA/GCHQ konnte da also ganz bequem mitlesen. Ich dachte ja, weil es sich schließlich um das EU-Parlament handelt, dass die ihren Mailverkehr verschlüsseln. Tun sie aber nicht:

Egal ob die Parlamentarier in ihren Büros zu Brüssel oder in Luxemburg sind, ihre eingehenden E-Mails nehmen stets dieselben Wege über eine ganze Reihe von Routern, die allesamt der British Telecom gehören. Auf der gesamten Strecke von der Internet-Exchange in Amsterdam ist es so an beliebigen Stellen möglich, den gesamten Mailverkehr des Parlaments über einen simplen “Splitter” auf eine zweite Glasfaserleitung zu kopieren.

Genau das ist die Kernaufgabe des gleich zu Beginn der Snowdenschen Enthüllungen aufgeflogenen GCHQ-Systems “Tempora”, über das große Datenmengen von Glasfaserkabeln abgezogen werden. Ob das nun in der Nähe von Landepunkten der Seekabel passiert, oder in einem der Rechenzentrum der BT, ist nebensächlich.

Ist eigentlich ganz simpel, wie GCHQ und die NSA an die Daten kommen.