Ein paar Appetithäppchen aus der NSA-Spiztelaffäre

Was sich derzeit so alles aus der NSA-Spitzelaffäre ergibt, ist wirklich ganz großes Kino!!! Die Welt bringt da ein paar kleine Appetithäppchen aus dem Hinterzimmer, in dem der NSA-Chef Keith Alexander ein paar Fragen zu beantworten hatte. Ganz besonders nett ist die Antwort von Rogers, der die Überwachung von Kanzlerin Merkel so erklärt:

Am Dienstag wusste der 50-jährige Abgeordnete aus Michigan gar den Einwand zu kontern, dass Merkel ja mutmaßlich keine Kontakte zu Terroristen unterhalte. Man könne aber doch nicht wissen, ob beispielsweise Merkels Fahrer oder sonst jemand zwischendurch zu ihrem Handy greife und Kontaktleute im Jemen anrufe, antwortete Rogers dem Vernehmen nach.

Stimmt! Das kann man echt nicht wissen! Deshalb würde ich Merkel auf jeden Fall weiter überwachen. 😉

Der Direktor der Nachrichtendienste James R. Clapper betont, dass Obama über die Abhöraktion gegen die Kanzlerin informiert war. Keith Alexander weist die Massenüberwachung natürlich zurück – er hat ja auch keine andere Wahl. Die Franzosen haben ihre Bürger selbst ausspioniert und der NSA die Daten frei Haus geliefert, sagt der NSA-Chef. Und dann sagt er noch was sehr interessantes:

Und zur Forderung, die NSA dürfe deutsche Politiker nie wieder ins Visier ihrer Ausspähoperationen nehmen, sagte er, das sei machbar – wenn Deutschland seinerseits aufhöre, die USA auszuspionieren.

LOL!!! Der BND kriegt doch ohne US-Equipment keine saubere Abhöraktion hin! Wenn BND-Agenten irgendwo spionieren, dann doch nur für US-Geheimdienste!!! Nett ist auch die künftige EU-Formulierung für die Massenüberwachung: Abschöpfen auf konkrete Verdachtsfälle! Das machen die doch jetzt schon!!!

Auffällig sind vor allem die Zahlen, mit denen sie verhinderte Terroranschläge belegen. Es gab nämlich keine!