Snowden-Dokumente belegen Spähattacke auf Google und Yahoo

Ich hatte ja hier schon mal gepostet, das Geheimdienste immer nur soviel zugeben, wie ohnehin schon öffentlich bekannt ist. Nun hat die Washington Post nachgelegt und ein Dokument von Edward Snowden veröffentlicht, das genau das belegt, was NSA-Chef Keith und J. Clapper vehement bestritten haben: Die Datenleitungen von Google und Yahoo werden mit Hilfe der Briten angezapft.

Ein weiteres Dokument zeigt nun, dass die Daten offenbar außerhalb der USA an einem Knotenpunkt mit dem Codenamen DS-200B abgefangen werden. Dabei handelt es sich laut "Washington Post" um ein Übersee-Glasfaserkabel, das außerhalb der USA liegt und den internationalen Datenverkehr durchleitet. Die Amerikaner verlassen sich dabei offenbar auf ihre britischen Freunde, denn in dem Dokument heißt es auch: "Die Aufgabe wird in Kooperation mit dem GCHQ durchgeführt", also mit dem britischen Geheimdienst.

Wirklich nett ist auch die Reaktion der Konzerne Apple, Google, Facebook und Microsoft, jene Konzerne also, die wie inzwischen bekannt ist, ohnehin mit den Geheimdiensten zusammen arbeiten:

Wenig später hatten US-Technologieriesen wie Apple, Google, Facebook und Microsoft Mitglieder des US-Senats in einem offenen Brief aufgefordert, das Überwachungsprogramm der Regierung grundlegend zu überarbeiten.

Die NSA überarbeitet ihr “Überwachungsprogramm” bereits, so wurden z.B. kürzlich erst zwecks besserer Geheimhaltung einige Administratoren gefeuert. Obama selbst ist in dieser Sache aktiv geworden und hat die Überwachung der Kanzlerin für beendet erklärt. Wie Profalla, der zuvor schon die NSA-Überwachung für beendet erklärte.