Kolumbien: Streik bei Nestle – Arbeiter ermordet

Die Arbeitsbedingungen in Kolumbien sind für Kakao-Bauern extrem hart, Kinderarbeit, Misshandlungen und Ausbeutung durch Nestle sind seit einigen Jahren bekannt, doch wurde bisher so gut wie nichts dagegen unternommen. Die Gewerkschaft Sinaltrainal und der Verein Multiwatch versuchen durch Streiks und andere Aktionen auf die Missstände in der kolumbianischen Nestle-Tochtergesellschaft aufmerksam zu machen:

Nächstes trauriges Kapitel im Arbeitskampf von Nestle-Angestellten in Kolumbien: Am Samstag ist in der Stadt Bugalagrande im Westen des Landes ein Gewerkschafter und Mitarbeiter des Lebensmittelkonzerns ermordet worden. Seit vergangenem Dienstag befinden sich vier Nestle-Arbeiter und Mitglieder der kolumbianischen Gewerkschaft Sinaltrainal im Hungerstreik. Sie protestieren für die vollumfängliche Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrags durch die kolumbianische Nestlé-Tochtergesellschaft und gegen Gewalt und Sabotage-Akte. […]

Wie Multiwatch am Sonntagabend mitteilte, wurde ein Gewerkschafter und langjährige Nestle-Mitarbeiter einen Tag nach der Verlautbarung von vier Kugeln tödlich getroffen. Zuvor habe die Gewerkschaft Sinaltrainal Morddrohung erhalten. Diese seien von der paramilitärischen Organisation "Los Urabenos" unterzeichnet gewesen.

Nun scheint Nestle auch vor Mord nicht mehr zurück zu schrecken, 15 Nestle-Gewerkschafter wurden inzwischen ermordet.

Nestle – Das dreckige Geschäft mit dem Wasser der 3. Welt (Doku)

Multiwatch: Vorwürfe an Nestlé konkretisiert.