Eiskalter Nackt-Protest gegen Käfighaltung

In München protestierten 63 Menschen splitternackt in einem Käfig bei Temperaturen unter null Grad gegen die Massentierhaltung. In dem ungewöhnlichen Kunstprojekt von performance-Künstler Wolfgang Flatz sollte auf den Tierschutz aufmerksam gemacht werden.

Die Enge, der viele Tiere ausgesetzt seien, lasse sich in der begehbaren Skulptur „Café Bad Connection“ auf Menschen physisch und psychisch übertragen, sagte Flatz. Mit dem Auftritt der Nackten in dem Käfig wollte er Beklemmung und Würdelosigkeit ausdrücken. […]

Die Aktion mit dem Titel „Die Krönung der Schöpfung“ ist Teil der Kampagne „Artgerecht: Lasst die Tiere wie sie sind!“. Der Festivalveranstalter und der Deutsche Tierschutzbund setzen sich damit für ein Ende der industriellen Massentierhaltung ein.

Als „Krönung der Schöpfung“ kann man den Menschen meiner Ansicht nicht bezeichnen, ich würde ihn eher zu den übelsten und nach niedrigsten Instinkten handelnden Raubtieren zählen, der diese Eigenschaft während seiner gesamten Geschichte immer wieder eindrucksvoll belegte.

Die industrielle Massentierhaltung, ein Milliardengeschäft mit Lebewesen, die uns ernähren und dafür ein qualvolles leben fristen, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ohne Massentierhaltung können Industrienationen überhaupt nicht versorgt werden. Wenn überhaupt, dann kann man dafür kämpfen, das die Tiere besser versorgt und bessere Lebensbedingungen erhalten, aber eine Freiluft- oder artgerechte Haltung ist aufgrund unseres Konsumverhaltens nicht gegeben. Und solange wir Fleisch auf dem Teller haben wollen, wird sich daran sicherlich nichts ändern. Leider.