Abenteuerurlaub für Extrem-Touristen

Danger-Zone Hamburg

Hamburg – Die Tourismusbranche Hamburg hat für abenteuerlustige Extrem-Touristen sogenannte Gefahrengebiete eingerichtet, in denen sich abenteuersuchende Urlauber mit Raubrittern und Wegelagerer herumprügeln dürfen. Seit bekanntwerden des neu geschaffenen Urlaubsparadieses verzeichnen Reisbüros einen Boom für Extrem-Trips nach Hamburg.

Das Auswärtige Amt hat nun auf die große Nachfrage reagiert und eine Liste mit Tipps für Reisen in die "Danger-Zone" in zwölf Sprachen veröffentlicht. Hier ein kurzer Auszug in deutscher Sprache:

Passende Kleidung

In der "Danger-Zone" darf grundsätzlich nur schwarze Kleidung getragen werden. Außerdem besteht Vermummungspflicht. Sie sollten also passend zu ihrer Kleidung eine schwarze Kapuze oder Skimaske einpacken.

Raubritter und Wegelagerer

In der Danger-Zone sind meistens bewaffnete Raubritter und Wegelagerer unterwegs. In den meisten Fällen erkennen sie diese an ihrer blauen oder grünen Kleidung. Sie tragen stets einen Helm, damit sie bei Schlägen nicht gleich kaputt gehen. Meiden Sie jeden Kontakt mit diesen gemeingefährlichen Zeitgenossen. Unser Tipp: Errichten Sie Fallgruben am Wegesrand.

Menschrechtsfreie Zone

In der Danger-Zone gibt es einen menschrechtsfreien Raum, ein als "Rote Flora" bezeichnetes Gebäude, in dem Sie Folter durch Schläge, Tränengas, Wasserwerfer oder sonstige Misshandlungen am eigenen Körper erleben dürfen. Wer noch mehr erleben möchte, kann sich der Folter wiedersetzen und sich stattdessen anschießen lassen. Bitte bedenken Sie: Verbandsmaterialien sind nicht im Preis enthalten und Rettungskräfte werden meistens behindert, um Ihr Urlaubserlebnis zu intensivieren.

Laut der Hamburger Tourismusbranche sind für die Danger-Zone weitere Attraktionen, wie das mittelalterliche vierteilen, das aus den USA bekannte Waterboarding oder ein mehrwöchiger Aufenthalt in Guantanamo Bay geplant. Ab wann diese Attraktionen dem Extrem-Urlauber zur Verfügung stehen werden, konnte uns der Sprecher der Tourismusbranche allerdings nicht sagen. Wir vermuten aber, dass die vorgenannten Attraktionen mit dem geplanten Schießbefehl umgesetzt werden.

Mit dem für März geplanten Schießbefehl kommt für Extrem-Urlauber ein weiteres sehr attraktives Angebot hinzu: Sie können zwischen Folter und Kugelfang wählen.

Update: Da es derzeit für die Hamburger Danger-Zone extrem viele Urlaubsanfragen gibt, hat das Auswärtige Amt ein Einreisegenehmigungsverfahren beschlossen. Ab sofort erhalten Sie nach Anfrage ein Einreiseantragsformular, das sie schon vor oder bei ihrer Urlaubsplanung ausgefüllt einreichen sollten. Bitte habe Sie Geduld. Das Auswärtige Amt ist aufgrund der vielen Anfragen zurzeit völlig überlastet.

6 thoughts on “Abenteuerurlaub für Extrem-Touristen

  1. Bastian

    Wenn es nicht nur so traurig wäre, was dort abgeht… extrem Demokratie oder wie nennt ihr das?

      1. sunflower

        Das ist doch kein Polizeistaat, Sebastian. Die schützen doch nur die nicht dort ansässigen Bewohner vor bösen Aliens 😉

        1. Ja, sie leben unter uns, die Alien 😆

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