NSA: Datenschützer sind die neuen Terroristen

Oh, wie cool: Wer seine Daten im Netz mit Anonymisierungstools schützt, wird vom US-Geheimdienst NSA automatisch in einer Extremisten-Datenbank geführt und gezielt überwacht. Datenschützer sind also die neuen Terroristen!


(Screenshot: TOR Projektseite)
Download-Tipp: TOR Browser mit eingebautem Datenschutz
Download-Tipp: Tails für den USB Stick, inkl. NSA Schnüffelschutz

Um von den kleinkarierten US-Schnüfflern in den Kreis der “Extremisten” und “Terroristen” berufen zu werden, reicht es schon, wenn man nur nach Anonymisierungstools wie “Tor-Netzwerk” oder “Tails” sucht.

Darko Medic, 18, kurze braune Haare, sitzt vor seinem Laptop. Er gibt “Tails” und “USB” in die Maske seiner Suchmaschine ein. Was Darko nicht weiß: Er ist damit gerade ebenfalls in einer Datenbank der NSA gelandet. Markiert als einer der Extremisten, nach denen die Geheimdienstler so fleißig suchen.

Denn was die Regeln des Quellcodes ebenfalls verraten: Die NSA beobachtet im großen Stil die Suchanfragen weltweit – auch in Deutschland. Allein schon die einfache Suche nach Anonymisierungssoftware wie “Tails” reicht aus, um ins Raster der NSA zu geraten. Die Verbindung der Anfrage mit Suchmaschinen macht verdächtig. Seine Suche nach “Tails” öffnet eine Tür, einen Zugang zu Darko und seiner Welt. Einmal in der Datenbank, kann jede Anfrage von Darko gezielt abgerufen werden. Darko ist unter Beobachtung.

Gerade Deutsche, die ihre Daten aus gutem Grund schützen wollen, werden zum begehrten Ziel der US-Überwacher:

Ironischerweise sind es nach den speziellen Regeln, die NDR und WDR vorliegen, also ausgerechnet Personen mit dem Wunsch nach Anonymisierung, die zum Ziel der NSA werden. In den Augen des Geheimdienstes: Extremisten. Das ist keine Rhetorik, keine journalistische Zuspitzung. Der Begriff befindet sich sogar in der Kommentarspalte des Quelltexts, notiert von Programmierern der NSA.

Extremisten? Das Gegenteil ist der Fall, wie die Recherchen zeigen. Die deutschen Opfer sind politisch keinesfalls am äußeren Rand zu finden. Extrem sind sie allein in einem Punkt: Sie sind besorgt um die Sicherheit ihrer Daten. Und genau das macht sie in den Augen des US-Geheimdienstes verdächtig.

Haben wir nicht einen wirklich tollen Rechtsstaat? Alle normalen Menschen werden kriminalisiert und von Kriminellen überwacht!!! Tolle Entwicklung!!! Nochmal meinen herzlichen Dank an alle Nullchecker in der EU und Deutschland, die uns das eingebrockt haben.

Link: Deutsche im Visier des US-Geheimdienstes – Von der NSA als Extremist gebrandmarkt

Ich finde ja, wir sollten die US-Überwachung durch geeignete Förderprogramme unterstützen. Förderprogramme gibt es ja schon, wir müssen sie nur nutzen. Vielleicht sollten wir eine Landesweite Tor-Party organisieren? Hin und wieder ein paar verschlüsselte Beiträge ins Blog zu hängen, kommt bei den Kleinkarierten bestimmt auch gut an. Wenn wir allerdings gar nichts tun, den Kopf in den Sand stecken, dann werden wir uns schon sehr bald darüber wundern, wenn hier willkürlich Menschen zu einschüchterungszwecken verhaftet werden.

Das hier ist mein erster Förderbeitrag, den ich natürlich via TOR-Netzwerk ins Blog gestellt habe. Wäre doch echt schade, wenn wir ihre nette Extremisten-Datenbank nicht füllen würden.

Fefe hat auch was dazu geschrieben: http://blog.fefe.de/?ts=ad4bdd72