NSA veröffentlicht Berichte über ihre kriminelle Überwachungspraxis


(Image via EFF)

Nach einer Klage der American Civil Liberties Union (ACLU), musste die NSA im Rahmen des Freedom of Information Act einen Stapel Akten über ihre kriminelle Überwachungspraxis veröffentlichen. In den zum Teil stark geschwärzten Berichten geht es um so unbedeutende Aktivitäten wie

  • die Überwachung von US-Staatsbürgern,
  • absichtlich missbräuchliche Nutzung der gewonnenen Überwachungsdaten,
  • Fälle von Stalking
  • Speicherung auf nicht autorisierten Servern, damit nicht autorisierte Personen Zugriff haben
  • Daten-Weiterleitung via E-Mail an nicht autorisierte Empfänger
  • Überwachung von Lebenspartnern von NSA-Mitarbeitern
  • Identitäten von überwachten Personen in Chatrooms geschmiert
  • unautorisierte Überwachung einer US-Organisation inkl. Daten aus der Verkehrsdatenbank

usw.

Wenn die NSA-Profis schon so dilettantisch mit den Überwachungsdaten ihrer Staatsbürger umgehen, dann möchte ich gar nicht wissen, was DIE mit unseren Daten so alles anstellen. Wahrscheinlich – nein, ich bin mir sogar sicher, dass die NSA-Vollprofis bei ihren Datenraubzügen Sicherheitslöcher für Scriptkiddies zurück lassen, damit diese Behörde zur gegebenen Zeit eine Daseinsberechtigung vorweisen kann.

Die NSA, das dürft ihr nicht vergessen, hat weder eine gesetzliche noch ein richterliche Aufsicht und ist keiner Behörde verpflichtet.

Links:

Überraschung: Es gibt tatsächlich einen Bericht im deutschsprachigen Raum

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