Überwachung: Nutzer kleben Webcam und Selfie-Kamera ab

Eine Umfrage im Auftrag des deutschen Digitalverbands Bitkom ergab, dass immer mehr Nutzer von Webcams und Smartphone aus Furcht vor Überwachung ihre Kamera abkleben:

Für Cyberkriminelle bieten Kameras in Computern und Handy genau das: ein mögliches Einfallstor, um Personen auszuspionieren. Viele Menschen wollen sich gezielt dagegen schützen. So deckt jeder vierte Nutzer (27 Prozent) von Laptops, Tablet-Computern und Smartphones die Kamera seines Geräts bewusst ab.

Und wie “klebt” ihr eure Mikros ab? Es geht nicht nur um Cyberkriminelle, sondern vor allem um Geheimdienste, die Ton-Mitschnitte und Screenshots viel interessanter finden, als Livebilder von Hand-, Hosentaschen oder Zimmerdecken.

Während man Computer mit Updates und Virenschutz noch einigermaßen schützen kann, sieht das bei den Smartphones und IoT-Geräten ganz anders aus. Updates, die Sicherheitslücken bei IoT-Geräten stopfen, werden wenn überhaupt viel zu spät angeboten und dann von den meistens Nutzern nicht eingespielt. Ähnlich ist es bei den Smartphones: für ältere Modelle werden keine Updates mehr angeboten und viele Anbieter reichen Updates erst gar nicht weiter. Zudem installieren sich viele Nutzer unnötige Apps, die sich aus Werbung oder dem Abgreifen von Nutzerdaten finanzieren.

Was ich damit sagen will: man kann Kameras verdecken, aber vor Überwachung oder Missbrauch schützt es euch nicht. Schon gar nicht vor spionierenden Geheimdiensten.