Meltdown & Spectre: Klagewelle gegen Intel und AMD rollt an

Die erwartete Klagewelle gegen Intel und AMD wegen Meltdown und Spectre kommt langsam in Gang. Am 15. Februar teilte Intel der US-Börsenaufsicht mit, dass insgesamt 32 Klagen wegen der Sicherheitslecks laufen:

Intel ist nicht in der Lage die möglichen Kosten dieser Klagen zu beziffern. Die Klagen stammen von Anwendern, die Schadensersatz fordern und von Anlegern, die in Intels Kommunikation der Fehler einen Verstoß gegen das Aktienrecht sehen.

Auch AMD hat sich wegen anfänglichem verschwiegen der Sicherheitslecks und falsche Aussagen über die Performance Klagen eingehandelt. Bei AMD soll es sich aktuell um vier Klagen handeln:

Die Kläger, so heißt es in einer Klageschrift, hätten keine AMD-Prozessoren oder Geräte, die AMD-Prozessoren enthalten, gekauft, wenn sie von dem Spectre-Sicherheitsleck oder den negativen Auswirkungen auf die Performance durch die Updates gewusst hätten, oder hätten deutlich weniger dafür bezahlt.

Ein Kläger hat AMD wegen des Marketings für die Ryzen Threadripper 1950X und 1920-Prozessoren verklagt, weil zum Zeitpunkt der Einführung die Lecks wohl schon bekannt waren.

Noch sind die Auswirkungen der Lecks nicht klar. Gezielte Angriffe soll es zwar geben, über Schäden wurde bisher aber nicht berichtet. Vielleicht aus Rücksicht auf die Hersteller? Meldungen über erfolgreiche Angriffe würde eine riesige Klagewelle nach sich ziehen.