Post verkaufte Kundendaten zu Wahlkampfzwecken

Post verkaufte Kundendaten zu Wahlkampfzwecken

Die Post hat ihre Kundendaten zu Wahlkampfzwecken an CDU und FDP verkauft. Die Parteien konnten zur Bundestagswahl 2017 auf mehr als eine Milliarde Einzelinformationen zurückgreifen, um gezielte Wahlwerbung (Wahlmanipulation) zu betreiben.

Mit den angeblich anonymisierten Daten hatten sie Zugriff auf folgende Informationen:

Darunter befinden sich demnach Angaben zu Kaufkraft, Bankverhalten, Geschlecht, Alter, Bildung, Wohnsituation, Familienstruktur, Wohnumfeld und Pkw-Besitz. Nach eigenen Angaben kaufe die Post außerdem statistische Daten von Behörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt und Katasteramt, berichtete die “BamS”.

So, so, die Daten waren anonymisiert! Ist das nicht ein Verstoß gegen die EU-Datenschutzverordnung? Laut Post nicht. Das Bundesdatenschutzgesetz sei eingehalten worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Demnach ist der Handel mit Kundendaten völlig in Ordnung. Wozu regen wir uns also über den Facebook-Datenskandal auf? Ist doch OK, wenn personenbezogene Daten zur Wahlmanipulation eingesetzt werden.

Boah, diese fiesen Russen lassen aber auch nichts aus, um Wahlen zu manipulieren. Ja, das musste jetzt sein. 🙂

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