Cambridge Analytica: Facebook gibt ein paar Zahlen raus

Cambridge Analytica: Facebook gibt ein paar Zahlen raus

Facebook hat ein paar Zahlen zum Datenskandal um Cambridge Analytica herausgegeben:

Facebook nannte dabei erstmals eigene Zahlen, was das Ausmaß des Datenskandals um Cambridge Analytica betrifft. Demnach könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern mit der Analysefirma geteilt worden sein, die im US-Wahlkampf 2016 den heutigen US-Präsidenten Donald Trump unterstützt hatte. Die überwältigende Mehrheit (81,6 Prozent) der Nutzer waren demnach US-Amerikaner, gefolgt von Philippinos (1,4 Prozent) und Indonesiern (1,3 Prozent).

Das sind wohl nur Schätzungen, denn genaueres weiß man nicht. Das waren ja andere böswillige Akteure, die den Datenreichtum bei Facebook angezapft haben, müsst ihr wissen. Facebook ist hier das Opfer!

Cambridge Analytica hat die Darstellung natürlich umgehend dementiert.

So wie es aktuell aussieht, sind wohl alle Facebook-Nutzer, die die öffentliche Suche nicht deaktiviert hatten, von Bots gefilzt worden. Falls ihr euch fragt, was Bots denn mit den erbeuteten Daten anfangen können? Hier eine Antwort:

Einem Bericht der Washington Post zufolge können Kriminelle versucht haben, mit Hilfe von Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die in Datenbanken bereits gehandelt würden, an weitere Nutzerinformationen zu gelangen. Mit solchen vervollständigten Profilen sei es einfacher, einen Identitätsdiebstahl zu begehen.

Facebook, Datenreichtum, Identitätsdiebstahl und Datenschutz waren hier schon oft ein Thema. Mein Mitleid mit den Opfern hält sich also echt in Grenzen.

Kommentar verfassen