Datenreichtum bei Cloud-Diensten und Netzwerkspeichern

Datenreichtum bei Cloud-Diensten und Netzwerkspeichern

Was kann da schon passieren, wenn Netzwerkspeicher, Cloud- oder FTP-Server falsch konfiguriert sind? Naja, die Daten können halt mit wenig Aufwand eingesehen und kopiert werden:

Forscher des Sicherheitsanbieters Digital Shadows haben im ersten Quartal mehr als 1,5 Milliarden Dateien auf öffentlich frei zugänglichen Servern und Cloud-Diensten gefunden. Darunter waren zahlreiche vertrauliche Daten wie Gehaltsabrechnungen, Kreditkartenabrechnungen, medizinische Daten oder Patente.

Und wo war der Datenreichtum am größten?

16 Prozent oder 239,6 Millionen Dateien gehörten Nutzern oder Organisationen in den USA. Fasst man jedoch die Mitgliedstaaten der EU zusammen, scheint das Problem in Europa am größten zu sein: Dort zählten die Forscher 537,7 Millionen Dateien, was einem Anteil von 37 Prozent entspricht.

Mit anderen Worten: Der Datenreichtum war in den Ländern am größten, die immer wieder behaupten, von fiesen Russen gehackt worden zu sein. Moment, woher wissen die das eigentlich? Na von den 700.000 Gehaltsabrechnungen, 60.000 Steuerbescheiden, 2 Millionen medizinische Bilddaten und Kreditkartenabrechnungen, die Digital Shadows bei ihrem Rundgang so gefunden hat. Insgesamt haben sie 12 TByte eingesammelt.

Ein besonderes Highlight war wohl der Fund eines als “streng vertraulich” eingestuften Dokuments eines noch nicht verfügbaren Produkts aus dem Bereich erneuerbare Energie. Es enthielt Information über eine patentierte Technik sowie Fotos des Produkts.

Vielleicht sollten wir doch mal gucken, ob unsere Systeme ordentlich konfiguriert und alle Patches eingespielt wurden, bevor wir wieder über fiese Russen jammern.

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