Facebook gibt Nutzerdaten an “Partnerfirmen” weiter

Facebook gibt Nutzerdaten an “Partnerfirmen” weiter

OMG! Facebook gibt Nutzerdaten an “Partnerfirmen” weiter. Na sowas aber auch! Was für eine großartige Enthüllung! Dass Facebook Nutzerdaten an Partnerfirmen weiter gibt, ist allerdings schon seit vielen Jahren bekannt. Das steht so sogar in den Nutzungsbedingungen, die Facebook-Nutzer ungelesen bestätigen:

Laut einem Bericht der New York Times (NYT) sind mindestens 60 Hersteller in den Genuss des Datenzugriffs gekommen, darunter Apple, Amazon, Blackberry, Microsoft und Samsung. Bei einem Versuch der Zeitung holte sich ein fünf Jahre altes Blackberry-Handy bei der ersten Verbindung mit Facebook sofort User-ID, Namen, Foto, “Über”-Informationen, Ortsangaben, E-Mail-Adresse und Handynummer des Journalisten von Facebook. Anschließend wurden seine private Facebook-Nachrichten, deren Antworten, sowie Namen und User-ID jeder Person, mit der er auf Facebook kommuniziert hatte, heruntergeladen.

Was hier überrascht, ist die Tatsache, dass eben auch jene Konzerne aufgeführt sind, die immer wieder den Satz “der Datenschutz unserer Kunden ist uns sehr wichtig” zum besten geben.

Wer hier schon länger dabei ist, dürfte auf so einen Bullshit nicht mehr hereinfallen.

Ich möchte hier nicht auf Facebook-Nutzer herumhacken, aber naja… irgendwie fehlt bei denen doch eine Schraube. Wenn wir es rechtlich betrachten und uns die DSGVO angucken, könnten alle Nicht-Facebook-Nutzer, die sich sicher sind, dass ein Facebook-Nutzer ihre Handy-Nr. hat, denjenigen wegen grober Datenschutzverletzung verklagen. Weil der FB-Nutzer fremde Daten ungefragt an Facebook weitergeben hat. Hoffentlich macht das Mal jemand! Das würde Facebook sehr dabei helfen, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Spätestens dann, wenn die ersten Nutzer aus Angst vor strafrechtlichen Folgen weglaufen.

Für Facebook hat die Datenweitergabe keine Folgen, weil die Nutzer ja zugestimmt haben. Die Datenweitergabe erfolgte mit Zustimmung der Datenlieferanten. Daran ändert auch die DSGVO nichts.
(Illustration: Pixabay,CC0)

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