Internet of Shit: Smart Home Terror

In den USA tauchen immer mehr Fälle von missbrauchten Smart-Home-Geräten auf. Die New York Times berichtet von ferngesteuerten Kameras, smarten Türschlössern mit täglich geänderten Codenummern und smarten Lautsprechern, die ihre Besitzer terrorisieren.

Bei den meisten Fällen handelt es sich laut NYT um häusliche Gewalt gegen die Ex-Partnerinnen. Die smarten Geräte werden von den Männern dazu missbraucht, um jeden Schritt der Ex-Partnerinnen zu überwachen und um kompromittierendes Bildmaterial in soziale Netzwerke hochzuladen.

Die Betreiberin einer 30-Betten-Notunterkunft in Kalifornien berichtet, dass regelmäßig Leute in ihrer Notunterkunft übernachten, weil sie die Kontrolle über ihr Zuhause verloren haben.

One of the women, a doctor in Silicon Valley, said her husband, an engineer, “controls the thermostat. He controls the lights. He controls the music.” She said, “Abusive relationships are about power and control, and he uses technology.”

Da fragt man sich, warum die Opfer die smarten Geräte nicht einfach deinstallieren und entsorgen?

When a victim uninstalls the devices, this can escalate a conflict, experts said. “The abuser can see it’s disabled, and that may trigger enhanced violence,” said Jennifer Becker, a lawyer at Legal Momentum, a women’s rights legal advocacy group.

Super! Das hilft den Opfern ja ungemein! Noch besser wird es, wenn die Opfer gerichtlich dagegen vorgehen wollen: in den USA gibt es gegen häusliche Gewalt durch Missbrauch von smarten Geräten keine Handhabe. Ist eigentlich auch klar: Der verdächtige Ex kann schließlich behaupten, dass der Internet-of-Shit-Scheiß des Opfers oder sein Smartphone gehackt wurde. Das Gegenteil lässt sich wohl kaum beweisen.