Überfallartige Hausdurchsuchungen bei Datenschutz-Aktivisten

Überfallartige Hausdurchsuchungen bei Datenschutz-Aktivisten, weil – bitte festhalten – den Betroffenen nichts vorgeworfen werden konnte:

Aufgrund einer vagen Verbindung durch eine E-Mail-Adresse hat die Polizei Wohnungen und Vereinsräume von Mitgliedern des Vereins Zwiebelfreunde durchsucht. Doch den Betroffenen wird nichts vorgeworfen, sie gelten lediglich als Zeugen. – golem

Ach, wenn man Zeuge ist, muss man mit einem Polizei-Überfall und Beschlagnahmung von Computern und Handys rechnen??? Ist das der neue Rechts-Staat, von dem man in letzter Zeit wieder so viel hört?

Der Hintergrund der Hausdurchsuchungen war, dass jemand zum Protest gegen den AfD-Parteitag am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte. Der anonyme Aufrufer hinterließ zur Kontaktaufnahme eine RiseUp-E-Mail-Adresse. Und genau darum ging es den Cops. Die Hausdurchsuchungen sollten einerseits die Opfer einschüchtern und andererseits die Identität des Aufrufers offen legen.

Die Zwiebelfreunde hat man sich vorgenommen, weil der Verein sich dem Datenschutz verschrieben hat und Spenden für RiseUp einsammelt. Ihr wisst schon, Datenschutz ist Terrorismus!

Oh, das ist ja cool: Bei der Hausdurchsuchung im OpenLab Augsburg haben die “Ermittler” eine Bombenwerkstatt entdeckt:

LOLInfolge wurde auch ein kleines rotes Objekt in Form einer Bombe beschlagnahmt, das laut der Beschriftung der Beamten für das “Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion” gedacht ist. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um ein simples Objekt aus einem 3D-DruckerderStandard

Ja, ja, rote Objekte sind immer brandgefährlich! 😀 Da müssen Cops höllisch aufpassen! So’n 3D-Drucker druckt doch immer Bomben!!! Das ist alles neumodisches Teufelszeug!!!

Bonus: Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft hat sich durch ihr dämliches Vorgehen weltweit lächerlich gemacht!

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