Bankkonten-Abfragen stark zugenommen

Wir erinnern uns: Die Bankkontenabfrage wurde ursprünglich zur Terrorismusbekämpfung eingeführt. Und was passiert, wenn man Behörden mehr Befugnisse gibt? Genau, sie verteilen die Daten großflächig – ohne Rücksicht auf Bankgeheimnis und Datenschutz!

Da in den vergangenen Jahren das Bankgeheimnis immer weiter ausgehöhlt wurde, fragen Steuerbehörden, Sozialämter und Gerichtsvollzieher immer häufiger Kontodaten beim Bundeszentralamt für Steuern an. Die Zahl explodierte regelrecht: von rund 57.000 im Jahr 2010 auf 692.000 im Jahr 2017. Und in diesem Jahr dürfte dieser Rekord nochmals deutlich übertroffen werden. → Handelsblatt

Kontostände oder Kontobewegungen werden noch nicht weitergegeben, aber wie lange noch? Die meisten Kontoabfragen werden von Gerichtsvollziehern gestellt. Seit 2016 dürfen Gerichtsvollzieher auch für Beträge unter 500 Euro einen Kontoabruf beantragen.

Wie viele Anfragen von den 692.000 Kontoabfragen im Jahr 2017 bezogen sich eigentlich auf die Terrorismusbekämpfung? Moment, habs gleich… echt? Im Artikel findet man keine einzige Anfrage bezüglich Terrorismusbekämpfung!